Leinen los!

Das Reisen ein Leben - das Leben eine Reise.

 

Reisen ist in allen Kulturen der Welt eine Metapher für das Leben. Ob Odysseus, Parzival, Mohamed oder Marco Polo - in den großen Reisegeschichten sind die Windungen und Wandlungen des eigenen Lebensweges erkennbar. Die Reiseerzählung ist ein literarisches Erfolgsrezept geblieben, von Karl May bis Bruce Chatwin und vielen weiteren. Das Fernweh ist vielleicht zum einen die Sehnsucht nach Veränderung und zum anderen nach seinem eigenen Wesenskern. So entstanden neben reinen Eroberungsmotiven und Abenteuerlust auch die spirituelle Pilgerfahrt. Zu Beginn der Neuzeit waren die Wanderjahre Lehrjahre des (Berufs)Lebens schlechthin. Als Erfahren galt derjenige, der die Dialektik des Reisens zwischen Freiheit und Anstrengung erlebt hat.

 

Für uns ist Reisen immer eine Entdeckung zu uns selbst. Jedes Erlebnis zeigt uns, wo wir selber im Leben stehen. Wie der Kompass an Bord, mit dem wir eine Richtung wählen und verfolgen - gibt es auch einen inneren Kompass, der uns die Richtung in unserem Leben weist. Auf einer Seereise, wo es auch Etappen ohne Landsicht gibt und somit keinerlei äußere Anhaltspunkte, ist man noch intensiver auf diesen äußeren und inneren Kompass angewiesen.

Es fasziniert, wie eng diese beiden Kompasse sich spiegeln. Eine gesunde, angstlose Portion Entdeckungsgeist und Risikofreude sind die Zutaten, die es zum Vergnügen machen. So sind wir beide aus vollem Herzen Reisende abseits des Mainstreams, abseits der Tourismusautobahnen immer auf der Suche nach unbekannteren Gebieten, die oft unentdeckt in direkter Nachbarschaft zu den Hochburgen der heutigen Reisekultur liegen. Um eine Reise zu einem Abenteuer zu machen, muss auf konkrete Planung verzichtet werden, denn nur so ist das Leben spürbar. Gerade in unserer heutigen hektischen Welt verlieren Menschen den Zugang zu Spontaneität und Natur, zwei direkte Wege ins Abenteuer und zur Selbstverantwortung. So ist diese Reise für uns keine Besichtigungstour nach vorgegebenen Routen, sondern eine wechselseitige Beziehung zwischen Mensch und Wind, Wetter, Wasser und die damit verbundenen Herausforderungen.

 


Unsere Route


Wir reisen mit den vorherrschenden Winden, mit deren Hilfe wir die folgenden Ziele erreichen wollen. 

Im August 2015 Start ab Merano durch die Adria nach Sizilien und den Liparischen Inseln. Über Sardinien, den Balearen nach Südspanien weiter mit Stopps in Marokko und den Kanarischen Inseln und weiter zur Westküste Afrikas mit Expeditionen in die Flusslandschaften der Casamance und des Gambia River. Höhepunkt dieser ersten Reiseetappe ist der Besuch einer der letzten matriachalen Kulturen dieser Welt in Guinea Bissao. Auf den 50 Inseln der Bissagos gibt es teilweise noch steinzeitliche Lebensformen.

Den Dezember wollen wir auf den Cap Verdischen Inseln verbringen.


Im Jänner 2016 werden wir den Äquator mitten am Atlantik auf der Fahrt nach Brasilien überqueren. Segeln entlang der brasilianischen Küste sowie Landausflüge in den südamerikanischen Kontinent füllen die nächsten Monate.

 

Nach der Hurrican-Saison im Herbst 2016 lockt die Karibische See mit den Antillen-Inseln und 2017 Mittelamerika: Honduras, Guatemala, Belize, Mexiko und Kuba.Durch den Panamakanal soll es dann in die Südsee, nach Neuseeland und nach Australien gehen...

 

Wissentlich, dass Zeit und Raum uns auch andere Wege weisen können, sind wir bereit, auch Unvorhergesehenes anzunehmen und freuen uns auf Entdeckungen und Begegnungen, die vor uns liegen.